Geschichte des Kampfsportes

Selbstverteidigungs- und Kampfsysteme gibt es, seit Menschen auf der Erde leben, die Ihre Probleme durch die Anwendung von Gewalt zu lösen versuchten. Der Selbsterhaltungstrieb des Menschen und der Wille, Kriegerische Auseinandersetzungen oder Überfälle zu überstehen bzw. dabei siegreich zu bleiben, führte bei vielen Völkern der Erde zur Entwicklung eigener Kampfkünste welche nicht nur zur Verteidigung genützt wurden. So erlebte nicht nur der Osten sondern auch der Westen seine Blütenzeiten.

Durch Weiterentwicklung der Waffen im Krieg wandelten sich manche Kampfkünste zu Körperertüchtigungssystemen oder Bewegungskulturen bzw. zum Kampfsport um. Erzieherische Aspekte, die Traditionspflege oder der Wettkampfgedanke stand nun im Vordergrund. Der Wunsch mit anderen seine Kräfte zu messen, ist ein uraltes Grundbedürfnis des Menschen! Die Regeln, nach denen dies geschah, entwickelten sich unterschiedlich, je nachdem, ob man sich darauf einigte, den Körper bzw. die Kleidung des Gegners zu erfassen oder durch gezielt Schlag- und Tritttechniken einen Punktesieg zu Erringen. Schon früh diente der Kampfsport zur Unterhaltung von Zuschauer. So stammt das Wort Sport aus dem Lateinischen: „se deportare“ = sich belustigen, ergötzen! Bereits in der Antike erkannte man, dass Wettkämpfe nicht nur der Unterhaltung dienten sondern auch ein nützliches Ventil für den Betätigungsdrang junge Menschen.

Viele alte Kampfkünste gerieten im laufe der Zeit in Vergessenheit, andere hingegen wurden über Jahrhunderte (zum teil auch geheim) weiterbetrieben und weiterentwickelt. Manche Kampf- künste wurden aus ihren Entstehungsgebiet weltweit Verbreitet und erreichten bald große Popolarität, so auch Judo